Coronaseite

Wort der Dekanin

 

Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig!

Denn auf dich traut meine Seele,

und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht,

bis das Unglück vorübergehe.

Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten,

zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.

Psalm 57, 1-3

Wir haben in unseren Gemeinden viel über die Zukunft nachgedacht, überlegt, was wohl auf uns zukommen würde, wie sich die Kirche entwickeln könnte.

Dass es eine Zeit geben würde, in der es keine Gottesdienste geben darf,

nicht einmal an Karfreitag und Ostern, dass unsere Kirchen und Gemeindehäuser geschlossen bleiben müssen und Beerdigungen nur im Freien stattfinden dürfen, das hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

 

Es ist früher Morgen. Ich schaue zum Fenster hinaus, entdecke die ersten weißen Blüten an den Bäumen. Es wird Ostern. Am Abend sind die Äste übersät mit Blüten. Das Leben bricht neu auf, lässt sich nicht zurückdrängen, eine unglaubliche Lebendigkeit und Lebenskraft kommt zum Vorschein.

 

        Ich hoffe, dass wir an Ostern ein Fest der  

         Dankbarkeit feiern können, dass das  

         Leben den Tod besiegt. Ich bin

         zuversichtlich, dass wir gemeinsam

         unseren Beitrag dazu leisten, um die

         bedrohliche Kraft des Virus zurück zu

         drängen, und neues Leben beginnen kann.

 

Noch leben wir in der Fastenzeit.

Wir wählen keine Luxusartikel, auf die wir verzichten. Liebgewonnene Veranstaltungen und Beziehungen sind im Augenblick nicht möglich. Die Fülle an Lebensmöglichkeiten, die wir selbstverständlich genossen haben, werden wir vermissen.

   Nach den Anordnungen des Landes

    Baden – Württemberg gelten bis zum

    15. Juni folgende Regelungen:

 

·       Gottesdienste dürfen nicht stattfinden

·       Das betrifft auch die Gottesdienste in der Karwoche, an Karfreitag       und am Osterfest.

·       Konfirmationen werden verschoben.

·       Taufen und Hochzeiten müssen abgesagt werden.

·       Beerdigungen dürfen nur im Freien stattfinden mit einer begrenzten Anzahl von Trauergästen

·       Kirchen und Gemeindehäuser bleiben geschlossen.

·       Besuche in Altersheimen und Krankenhäusern sind nicht gestattet

 

Diese Maßnahmen sind eine große Herausforderung.

Es wird uns bewusst, welche Fülle an Veranstaltungen wir selbstverständlich genossen haben. Wir spüren, wie sehr uns vieles ans Herz gewachsen ist.

Schmerzlich trifft uns alle das Besuchsverbot in Heimen und im Krankenhaus.

Ebenso die Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Beerdigungen. Wir müssen andere Wege des Kontaktes und des Abschieds finden.

 

Die Solidarität unter Gemeindegliedern und Bürgern wächst. Wir bleiben über die räumlichen Grenzen hinweg verbunden. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, das Virus in Schranken zu weisen.

Das Thema der diesjährigen Fastenaktion soll dabei wegweisend sein.

 

Zuversicht

Kirchenglocken laden

am Sonntagmorgen ein

zum Gottesdienst

in den Häusern 

Gottesdienstangebote im häuslichen Bereich:

1. Die Hompage der Kirchengemeinden:                                                                                                                      Täglich finden Sie auf der Homepage unserer Kirchengemeinden

- Andachten am Morgen und am Abend und

- Gottesdesdienste an Sonntagen

 

2. Fernseh- und Rundfunkgottesdienste

Schon seit langer Zeit feiern Menschen, die das Haus schwer verlassen können zuhause den Fernsehgottesdienst.

 

3. Gottesdienstreihe bei Regio TV „Du bist nicht allein“

 

Samstag             21.03. 11.00 Uhr Prälatin Gabriele Wulz

Sonntag             22.03. 11.00 Uhr Prälatin Gabriele Wulz

Sonntag             29.03. 11.00 Uhr Prälat Prof. Dr. Christian Rose 

Sonntag             05.04. 11.00 Uhr Prälat Harald Stumpf

Gründonnerstag  09.04. 11.00 Uhr OKR Dieter Kaufmann

Karfreitag           10.04. 11.00 Uhr Prälatin Gabriele Arnold

Ostersonntag      12.04. 11.oo Uhr Landesbischof Dr.h.c.Frank Otfried July

 

In allen Gottesdiensten denken wir im Gebet

an die Kranken und ihre Angehörigen,

an Menschen in Angst und Sorge um ihre Existenz,

an Mitarbeitende im Gesundheits- wesen und in  allen Bereichen der Versorgung,

an Verantwortliche in der Politik,

an Menschen, die Solidarität und Nächstenliebe leben,

an das Gute, in allem Schweren,

an Menschen in den Krisengebieten und den Kriegsgebieten unserer Welt.

Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten,

zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.