" Begeisterungs-Sturm"

 

 Leit-Wort

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2 Timotheus 1,7)

Geburtsgeschichten

Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Er wurdevor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der Ölberg heißt und nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Und in diesen Tagen trat Petrus auf unter den Brüdern. Es war aber eine Menge beisammen von etwa Hundertzwanzig. Petrus sprach: So muss nun einer von den Männern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit über, als der Herr Jesus unter uns ein und aus gegangen ist – seit seiner Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns genommen wurde –, mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. Und sie stellten zwei auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias, und beteten und sprachen: Herr, der du aller Herzen kennst, zeige an, welchen du erwählt hast von diesen beiden, dass er diesen Dienst und das Apostelamt empfange, das Judas verlassen hat, um an seinen Ort zu gehen. Und sie warfen das Los über sie und das Los fiel auf Matthias; und er wurde hinzugezählt zu den elf Aposteln.

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und …

 

 

… fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

Verse aus Apostelgeschichte 1f.

Nach-Denken

Nach dem Abschied sind Petrus und die anderen schnell in den Krisenbewältigungsmodus übergegangen und fangen zügig an zu organisieren.

Einer der 12 Jünger, allesamt Männer galiläischer Herkunft, hat sich suizidiert

Warum ist bekannt.

Diese Lücke gilt es zeitnah zu schließen.

 Sie entwickeln gemeinsam Kriterien.

 Sie suchen nach passenden Kandidaten.

 Sie einigen sich auf ein Wahlverfahren.

 Und ihr Kreis ist wieder vollständig.

 Alle Posten sind vergeben.

 Das Ganze hat etwas von einer Vereinssitzung.

 

Doch dann bricht der Geist herein.

Es wird Pfingsten: feurige Zungen, Menschen – vielfältig, Frauen und Männer, die plötzlich in ihnen fremden Sprachen sprechen können und dazu die Rede vom Heiligen Geist Gottes. Pfingsten verkörpert die religiöse Ur-Kraft des Christentums, nicht abgeschliffen und eingebürgert, nichts für muffige Hinterzimmer, nicht beschränkt auf eine ausgewählte Schar. Gottes Geist ist wie ein gewaltiger Sturm, er reißt Fenster auf, zerzaust die Haare, bringt Ordnung durcheinander, bringt Schwung in die Kirche.

Das Pfingstwunder vor 2000 Jahren in Jerusalem nährt heute die unzerstörbare Sehnsucht danach, dass Wunder geschehen mitten im Leben, dass Aufbrüche, Neuanfänge möglich sind, dass die frohe Botschaft neue Worte findet für Menschen aus anderen Welten.

Da wird die Sprache der Hoffnung lauter als die der Resignation und Sorge,
die Sprache des Mutes wird zur Umgangssprache,
die Sprache der Gewalt wird von der Liebe verwandelt
und Geschichten der Wahrheit werden lebendig weitererzählt.

Menschen brennen für
die Kraft des Zusammenhalts über die Grenzen von Herkunft und Beheimatung hinweg,
für die Unantastbarkeit der Würde des Menschen,
für die Bewahrung der Schöpfung ebenso wie
für Frieden und Gerechtigkeit.

Pfingsten – ein lebendiges und starkes Fest.

Hinter-Fragen

Ich frage mich:

  •   Wofür brenne ich?
  •  Wo erlebe ich Kirche vielsprachig im Sinne des Pfingstwunders?
  •  Wo begegnet mir der (vielsprachige) Pfingstgeist in der Kirchengemeinde?

Ein-Üben

Übersetzungsübung

·          Was ist für mich der Kern der frohen Botschaft? Was sind diejenigen Bibelverse bzw. biblischen Aussagen, die meinen Glauben auf den Punkt bringen?

·          Wie würde ich meinen Kern einem Menschen erzählen, der keinerlei Ahnung vom christlichen Glauben hat?

 

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung!

Seit Ende September 2020 haben Sie wöchentlich den Newsletter erhalten.

Mit dieser Ausgabe endet unser Newsletter „gemeinsam unterwegs“.

Von manchen haben wir mitbekommen, dass Sie den Newsletter sogar weiterverschickt haben. Einige habe uns immer wieder mal geschrieben.

Wir sind an Ihrer Rückmeldung interessiert. Für uns war nämlich dieses Format auch etwas Neues. Der Kirchenbezirk überlegt sich, die Öffentlichkeitsarbeit neu zu gestalten, dabei könnten auch Newsletter und anderes eine Rolle spielen. Sagen Sie uns deshalb gerne, wie es Ihnen damit erging.

o   Wöchentlich einen Impuls, war das zu viel, zu wenig, gerade richtig?

o   Geistliche Anregungen in diesem Medium? Passt das für Sie?

o   Fragen zum Weiterdenken?

o   Die Länge?

o   Was hat Ihnen zugesagt?

o   Was hat Ihnen weniger gefallen?

o   Was würden Sie anders machen? 

Vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung

Mit herzlichen Grüßen Henrike Frey-Anthes und Christof Weiss-Schautt