Ökumenischer Hospizdienst

Der Hospizdienst begleitet Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen.
Er begleitet auch Familien, in denen ein lebensverkürzt erkranktes Kind lebt oder Vater oder Mutter lebensbedrohlich erkrankt sind. Er bietet ein Trauercafé an und Einzelbegleitung bei Trauer.
Der Dienst ist unentgeltlich.
Weitere Auskünfte gern bei der Leitung des Hospizdienstes Anna-Bettina Meng unter der Telefonnummer 07941 / 64 80 26, fax: 07941 / 984 8226

oder besuchen Sie uns auf www.hospizdienst-oehringen.de

Den Auftakt zum Jubiläumsjahr feiern wir mit einem
Gottesdienst in der Stiftskirche am 20. Januar um 10.00 Uhr
Im Anschluss gibt es bei einem Stehempfang die Möglichkeit für Gespräche.

Das erste Wort zum Jubiläum soll heißen: Herzlichen Dank, und Vergelt’s Gott!

Als wir in den 70er Jahren Nachrichten über die Hospizarbeit von Elisabeth Kübler-Ross in Amerika bekamen, erntete diese Arbeit bei nicht wenigen Kopfschütteln und Ablehnung. „Sterbehäuser- das ist doch menschenunwürdig".
Das Gegenteil war und ist der Fall. Durch die Hospizarbeit wurden Schwerkranke und Sterbender in den Lebensalltag hereingeholt in dem Bewusstsein, die Zeit des Sterbens ist Lebenszeit:
Lebenszeit erfüllt von Wünschen, geprägt von tiefen und intensiven Beziehungen.
Die medizinische und seelsorgerliche Begleitung Sterbender in den „Stationären Hospizen“ genießt eine hohe Anerkennung. Es entstanden Palliativstationen in den Krankenhäusern, Zimmer, in denen Schwerkranke von ihren Angehörigen begleitet werden können, auch in der Nacht, es entstand die ambulante Palliativversorgung und die spezielle ambulante Palliativversorgung als medizinische Begleitung zu Hause, um das Sterben zu Hause zu ermöglichen.
In all diesen Angeboten spielt der „Ambulante Hospizdienst“ eine wichtige Rolle.
Die Hospizarbeit wird ihrem Namen gerecht.
Hospize sind Raststätten für reisende Händler und Geschäftsleute,
die einen Ort suchen, an dem sie versorgt sind, um Kraft zu schöpfen
für die Weiterreise.

Der Ambulante Hospizdienst in Öhringen wurde vor 25 Jahren als ein ökumenischer Verein gegründet mit dem Ziel Kranke, Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten zu Hause, im Krankenhaus und in den Senioreneinrichtungen.
Die Mitarbeiter*innen werden auf diese Aufgabe gut vorbereitet.
Sie widmen Ihre Freizeit einem der schweren Lebensthemen und erleben diese Aufgabe trotz aller Anstrengung auch als eine große Bereicherung.
 „Wenn man nichts mehr machen kann, fängt unsere Arbeit an“, so formuliert es Bettina Meng, die Leiterin des Hospizdienstes für Erwachsene. „Wir wollen Menschen spüren lassen, dass der letzte Lebensabschnitt eine wichtige Lebenszeit ist.“
Dazu gehört es, genau hinzuhören, was die Kranken und die Angehörigen mitteilen, welche Wünsche sie haben, welche Unterstützung sie brauchen. Dazu gehört die Geduld am Bett sitzen zu bleiben, auch wenn ein Mensch nicht mehr ansprechbar ist, um ihn spüren zu lassen, dass er nicht alleine ist, um die Hand zu halten oder einfach nur mit ihm zu atmen. Wo es erwünscht ist können Gebet und Segen Halt und Ermutigung geben.
Allen Häusern, die Ihre Türen öffnen, danken wir für ihr Vertrauen in unsere Mitarbeiter*innen.
Allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Zeit und Kraft, die sie einbringen, um schwierige Lebenssituationen mitzutragen und mitauszuhalten.

Zu der „Ökumenischen Hospizarbeit“ gehören die Hospizmitarbeiter*innen, die Erwachsene begleiten und die Mitarbeiter*innen des Kinderhospizes, die sich für Familien mit Kindern engagieren.
Die Trauergruppen sind ein Teil der Hospizarbeit. Trauernde erleben es als hilfreich im Trauercafé Trauerbegleitern zu begegnen und Menschen die mit Ihnen die Trauer teilen, die wissen, was das bedeuten kann und was helfen kann.
Herzlichen Dank für alles Einfühlen und Teilnehmen!

Es ist gut und für die Arbeit förderlich, dass die Organisation im Hintergrund zuverlässig organisiert ist zum Wohl der Betroffenen.
Zu der Organisation des ökumenischen Hospizdienstes gehören die Mitarbeiterin im Sekretariat, die Rechnerin, die Mitarbeiter*innen im Vorstand, die Mitglieder des Aufsichtsrates.
Auch ihnen gilt mein herzlicher Dank

Ein ganz besonders herzlicher Dank gilt Frau Bettina Meng, der Leiterin des Hospizdienstes für Erwachsene und Frau Tanja Gabel der Leiterin des Kinderhospizes.
Beide sind mit Herz und Seele engagiert in diesem Dienst mit immer neuen Projektideen, Ausbildungsangeboten und Supervisionsgruppen.
Freundlich und zuvorkommen, wenn sie gebraucht werden mit einem wachen Blick für die Kranken aber auch für die Mitarbeitenden.
In vielerlei Weise macht die Arbeit des ökumenischen Hospizdienstes uns allen Mut, Krankheit und Sterben als Teil unseres Lebens zu begreifen und nicht zu verdrängen. Den Reichtum des Lebens begreifen wir nur in der Spannung von Freude und Leid.
Um diese Wege zu gehen brauchen wir Wegbegleiter*innen.

„Gott der Herr spricht:
Lass Dir an meiner Gnade genügen, meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“
Dieses Vertrauen tragen Hospizmitarbeiter*innen in die Häuser der
Kranken und Sterbenden.

Herzlichen Dank allen, die im Bereich des „Ökumenischen Hospizdienstes“ sich dafür zur Verfügung stellen.

Ein erfülltes und segensreiches Jubiläumsjahr!

Sabine Waldmann, Dekanin