Grüner Gockel

Evangelische Kirchengemeinde Öhringen

Umweltmanagement

 

        Der Grüne Gockel

        Umweltmanagement

        der evangelischen

        Landeskirche Württember

 

Wir sind eine

„Kirchengemeinde mit umweltgerechtem Handeln“

Umweltmanagement

„Der Grüner Gockel“

in unserer Kirchengemeinde

 

Tschernobyl war einer der Gründe, warum die evangelische Landeskirche Württemberg den „Grünen Gockel“ für ihre Kirchengemeinden ins Leben gerufen hat.

Unsere Kirchengemeinde hat dem „Grünen Gockel“

bei sich ein Nest gegeben.

Seit dem Jahr 2006 ist unsere Kirchengemeinde mit dem Umweltzertifikat „Grüner Gockel“ der evangelischen Landeskirche Württemberg und dem europäischen Umweltzertifikat EMAS der IHK Heilbronn-Franken ausgezeichnet.

In den  Jahren 2009, 2012 und 2016 wurden unsere Zertifikate verlängert und sind gültig bis zum Jahr 2020.

 

Wir tun das,

    um unseren nachfolgenden Generationen keine untragbaren Lasten zu hinterlassen,

    damit nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen leben können,

    damit wir nicht nur schöne Worte machen, Ängste unterdrücken und weiter machen wie bisher,

    um unseren Beitrag zur „Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung Gottes“ zu leisten.

Vier gute Gründe, warum unsere Kirchengemeinde

am Umweltmanagement teilnimmt.

Warum betrachten wir das kirchliche Umweltmanagement für

unsere Kirchengemeinde so wichtig?

Auch für unsere Kirchengemeinde gilt: Viele Kilowattstunden Strom, viele Kubikmeter Gas, viele Liter Öl und Wasser werden eingesetzt um einen reibungslosen Ablauf in unserem Kirchealltag zu gewährleisten.

Zu bedenken sind auch die Abfälle, welche Woche für Woche anfallen.

 

Alle diese wichtigen Punkte werden durch unser Umweltmanagementsystem einer kritischen Prüfung

und laufenden Verbesserung unterzogen.

1.    Vom Projekt zum Prinzip

Die Bewahrung der Schöpfung Gottes betrachten wir als eine zentrale Aufgabe unserer Kirche. Das Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ und EMAS  ist ein systematischer Weg unserem Umwelthandeln und damit die Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung Gottes, in Arbeitsabläufe zu verankern.

Der „Grünen Gockel“ und EMAS ermöglichen es,  den Verbrauch unserer Ressourcen festzustellen, zu überprüfen und Schwachstellen zu erkennen.

2.    Ein Weg zur Glaubwürdigkeit

Eine Kirche die zum Umweltschutz aufruft, einen anderen Lebensstil und Maßnahmen gegen Treibhausgase fordert, muss im eigenen Bereich mit gutem Beispiel vorangehen. Eine Kirche die „Wein“ predigt“ aber „Wasser austeilt“, verliert an Glaubwürdigkeit. Das Umweltmanagement führt kontinuierlich vom Reden zum Tun. Aus diesem Grunde hat unsere Kirchengemeinde das Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ und EMAS eingeführt.

 

3.    Kirchliches Umweltmanagement ist kommunikativer Gemeindeaufbau

Die Einführung des Umweltmanagementsystems in unserer Kirchengemeinde schaffte eine neue Struktur. In Zusammenarbeit und Genehmigung des Kirchengemeinderates und mit Beratung durch die Geschäftsstelle „Grüner Gockel“ der Landeskirche, wurde ein Umweltteam gegründet.

Das Umweltteam besteht derzeit  aus zehn, hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern. Jedes Gemeindemitglied ist eingeladen, sein Wissen zum Thema Umweltschutz durch Vorschläge und Anregungen einzubringen und sich am Verbesserungskonzept zu beteiligen.  

 4.    Kirchliches Umweltmanagement ist betriebswirtschaftlich wichtig und ökologisch bedeutsam.

 

In Zeiten knapper werdenden Mitteln müssen neue finanzielle „Spielräume“ gefunden und geschaffen werden. Das Umweltmanagement „Grüner Gockel“ ermöglicht es Gemeinden durch das systematische Erfassen und analisieren der Schwachstellen und fer Potenziale zu erkennen.

Ökologie ist immer verknüpft  mit der Frage eines effizienten Umgang der zur Verfügung stehende Ressourcen.

Genau dieses wird vom „Grünen Gockel“ angestrebt.

Durch die Ersteinführung und einer fortlaufende Aktualisierung des

Umweltmanagementsystem „Grüner Gockel“ ist unsere Kirchengemeinde bemüht:

    Einen besseren Umgang mit den Ressourcen Strom, Gas, Öl, Wasser und Papier zu erreichen, und damit CO² einzusparen.

    Umweltfreundliche Produkte in unserem täglichen Leben zu verwenden.

    Abfalltrennung durchführen

    Möglichst Produkte Regional oder aus Fairem Handel einzukaufen

    Die Nachhaltigkeit unseres Handelns zu fördern, der Öffentlichkeit kund zu tun und die Gemeinde laufend zu informieren und dafür zu sensibilisieren.

 Vom Umweltteam wurde eine Umwelterklärung, mit Darstellung unserer Kirchengemeinde,  Darlegung unserer Schöpfungsleitlinien und unserem Umweltprogramm, erstellt und dem Kirchengemeinderat zur Genehmigung vorgelegt. Weiterhin werden vom Umweltteam das „Grüne Buch“ und das „Grüne Datenkonto“, mit den besamten Gebäude und Verbrauchsdaten laufend aktualisiert.

 

 

Die Umwelterklärung, das Grüne Buch und das Grüne Datenkonto sind die Grundlagen für den jährlichen Internen Audit durch einen kirchlichen Umweltauditor und die Revalidierung alle vier Jahre durch einen neutralen Umweltgutachter.

 

Durch unser umweltgerechtes Handeln wollen wir,

als Kirchengemeinde Öhringen, einen Beitrag zur

„Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung Gottes“

und zur Vermeidung von Umweltschäden,

auch im Hinblick auf nachkommende Generationen, leisten.

Was ist der „Grüne Gockel“  -  was ist EMAS?

„Der Grüne Gockel“ – kirchliches Umweltmanagement        

Für den kirchlichen Bereich, ausgehend von der evangelischen Landeskirche, Württemberg, wurde das Umweltmanagement „Grüner Gockel“ entwickelt. Er ist speziell für die Belange und Bedürfnisse von Kirchengemeinden angepasst.

Viele in der Industrie relevanten Umweltaspekte sind hier nachrangig. Die indirekten Umweltauswirkungen stehen hier im Vordergrund.

Die wichtigsten Element der Vorgehensweise mit dem Umweltmanagement sind:

    Die Information und die Unterstützung durch die Geschäftsstelle des Grünen Gockels bei der Einführung des Umweltmanagements in den Kirchengemeinden.

    Begleitung und Betreuung in der ersten Phase durch einen kirchlichen Umweltauditor.

    Laufende Unterstützung und Weiterbildung durch den Grünen Gockel in den nachfolgenden Jahren

    Die Entwicklung und Bereitstellung des Leitfadens zur Weiterentwicklung und Durchführung der Umweltaspekte, sowie Material für die Praxis und die Öffentlichkeitsarbeit.

E M A S  -  „eco management and audit schem“     

DIN ISO 14001 ist ein privater wirtschaftlich organisierter und für den Umwelt- und Organisationsaspekt vergleichbar aufbereiteter, weltweit gültiger Normenkatalog. Für die Europäische Union wurde als staatlich gefördertes Instrument das EMAS entwickelt. In dieser EMAS Verordnung ist die DIN EN ISO 14001 integriert worden. EMAS geht über diese Forderung hinaus in dem sie, beispielsweise die Pflicht zur Veröffentlichung der Umwelterklärung fordert. 

Auch wenn die Bewahrung der Schöpfung Gottes im Zentrum des kirchlichen Umweltmanagement steht, ergeben sich doch auch weitere positive Aspekte.

So können unklare Zuständigkeiten beseitigt werden, Haftungsrisiken durch Prüfung gesetzlicher Umweltvorschriften vermindert werden, Ressourcen besser genutzt und dadurch Kosten erspart werden, sowie Mitarbeiter und die Gemeinde für die Bewahrung der Schöpfung und die Umwelt sensibilisiert werden. 

Unsere Schöpfungsleitlinien

Wir glauben an die Liebe Gottes des Schöpfers, wir erkennen dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur an.

Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen,

auch für nachkommende Generationen und für die gesamte Schöpfung einsetzen.

    Wir verstehen Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgabe unserer Kirchengemeinde

In Liturgie und Verkündigung ist unser Handeln geprägt durch unsere Verantwortung für die Schöpfung Gottes.

Unsere Kirchengemeinde strebt an, Schöpfungsgottesdienste durchzuführen und ökumenische Schöpfungstage zu feiern.

In der Verkündigung und auf Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde verdeutlichen wir, dass unsere Schöpfungsverantwortung aus dem Glauben an den dreieinigen Gott wächst.

    Wir gehen als Kirchengemeinde einen gemeinsamen Weg

Unsere Kirchengemeinde will den ökumenischen und gesellschaftlichen Dialog, der im konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung begonnen wurde und seine Fortsetzung in der Charta Oecumenica gefunden hat, weiterführen.

Im gemeinsamen Handeln als christliche Kirchengemeinde wollen wir ein lebendiges Zeugnis für unseren Glauben an den Gott der Schöpfung geben.

    Wir handeln als Kirchengemeinde für die Zukunft der Schöpfung

Unsere Kirchengemeinde ist angesichts der wirtschaftlichen Globalisierung besonders gefordert. Wir treffen Entscheidungen in Solidarität mit Menschen aus anderen Kirchen, Verwaltungen und der Öffentlichkeit.

Unser Handeln ist auch davon bestimmt, dass wir den nachkommenden Generationen die Schöpfung Gottes erhalten und bewahren wollen.

Wir achten und schützen Pflanzen und Tiere, sowie ihre Lebensräume und tun dieses durch Gottesdienste, Informationen und Veranstaltungen kund.

    Wir wollen als Kirchengemeinde dauerhaft umweltfreundlich und sozial verträglich wirtschaften

In unseren Handlungen, Vorhaben und Aktivitäten bevorzugen wir Wege, welche unsere Umwelt am wenigsten belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Eine besondere Bedeutung legen wir auf den Umgang und Verbrauch unserer Rohstoffe. Wir vermeiden und verringern Gefahren für die Umwelt kontinuierlich.

Über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinaus sind wir bemüht, die best verfügbare Technik, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist, einzusetzen.

In unserer Kirchengemeinde werden umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen bevorzugt. Beim Einkauf achten wir auf regionale Produkte oder fair gehandelte Waren. Bei unseren Geschäftspartnern oder Lieferanten legen wir Wert auf ökologische Zielsetzung.

    Wir handeln als lernende, solidarische Kirchengemeinde

Durch aktive Beteiligung unserer Mitarbeiter und der Gemeinde wollen wir einen hohen Lebens- und Qualitätsstandard erreichen. In Schulungen und Fortbildungen wollen wir das Umweltbewusstsein nachhaltig fördern. Mit Informationen im Gemeindebrief oder Presse, aber auch auf unseren kirchlichen Veranstaltungen, wollen wir unsere Gemeinde motivieren, aktiv an der Bewahrung der Schöpfung Gottes mitzuwirken.

    Wir fördern ein kirchliches Umweltmanagement

Unsere Kirchengemeinde verfügt über ein Umweltteam und hat ein Umweltmanagementsystem, welches vom Umweltteam laufend bearbeitet, aktualisiert und erweitert wird. Die Einhaltung unserer Schöpfungsleitlinien, die Abarbeitung unseres Umweltprogramms, sowie die regelmäßige Kontrolle und Bewertung der Verbrauchsdaten wird durch das Umweltteam sichergestellt. Wir dokumentieren unsere Aktivitäten und Ergebnisse und legen jährlich einen Bericht dem Kirchengemeinderat vor. Wichtige Ereignisse werden auch der Gemeinde kundgetan.

Unsere Kirchengemeinde ist mit den Umweltzertifikaten nach EMAS und dem „Grünen Gockel“, seit dem Jahr 2006 ausgezeichnet. Eine Revalidierung erfolgte im Jahr 2009.

Wir sind auch weiterhin bemüht die Anforderungen an ein Umwelt-management zu erfüllen und damit einen Beitrag zu Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung Gottes zu leisten.

    Wir suchen den Dialog mit anderen Kirchen und Gesellschaften

Wir informieren regelmäßig über unsere Aktivitäten und Veranstaltungen. Erfolge, aber auch bestehende Schwachstellen werden veröffentlicht.

Im Dialog mit anderen Kirchengemeinden und der Öffentlichkeit suchen wir Anregungen, Verbesserungsvorschläge. Aber auch Kritik zum Thema „Umweltschutz“ nehmen wir gerne entgegen.

 

Umweltdiagramm

über unsere Verbrauchsdaten s. oben

Das Umweltdiagramm bezieht sich auf die Jahre 2012 bis 2016.

Der jeweils höchste Verbrauch ist mit 100 (%) angegeben.

So kann im Diagramm dargestellt werden, wie sich der Verbrauch

in den einzelnen Jahren geändert hat.

Anhand des Umweltdiagramms kann festgestellt werden, dass

in unserer Kirche, die Verbrauchsdaten von 2012 – 2016,

kontinuierlich verringert werden konnten.

Ausnahme der Wasserverbrauch im Jahr 2014. Grund hierfür war die vermehrte Wässerung der Pflanzen, Sträucher und Bäume der Neugestaltung der Außenanlage unseres Mehrgenerationenhauses.

 

Unsere Kontaktadresse

Umweltteam unserer Kirchengemeinde

Mail:    umweltteamdontospamme@gowaway.dekanat-oehringen.de

Der Grüne Gockel                          

DE-136-00055        elk-wue 2006-0040

Kirchengemeinde mit umweltgerechtem Handeln